Ruben Cossani und Annett im Atlantic Hamburg

Ruben Cossani spielte die ganze Woche im Atlantic-Club im gleichnamigen Hamburger Hotel. Das Hotel welches Udo Lindenberg ja auch als „Weißes Schloss“ besingt, brachte ich erstem Moment mit so was wie „high society“ in Verbindung und die Frage „ist das meine Welt?“. Durch Vorab-Berichte wurden aber alle Bedenken zerstreut. Es handelte sich bei der Location nicht um einen mamorgetäfelten, goldverzierten Prunksaal, sonder schlicht um den ehemaligen Stall oder die Garage. Ein etwas lang gezogener kleiner Clubraum, nett.

 

 

Ruben Cossani

Und aufällig viel Frauen im Publikum. Nach Eigendarstellung handelt es sich bei Ruben Cossani ja auch um „die Boygroup für die intelligenten Frauen“. Kurz nach Zehn ging es dann auch los. Intelligent und witzig die Texte, durchzogen von Melancholie, Gefühl und Sarkasmus oder Ironie. Dazu eingängige Musik und vor allem deutlich zu merken: Spaß an der Musik und daran auf der Bühne zu stehen. Da springt der Funke schnell über. Viele im Publikum sehr textsicher aber auch begeisterungsfähig bei der Übernahme des „Orchesterparts“. Sichtlich Spaß an der Musik und ihrem Auftritt hier hatte auch der Special Guest dieses Abends – Annett Louisanna so ein Zufall J

 

 

Annett Louisan bei Ruben Cossani

Ihr Auftritt war leider nur drei Stücke lang. Die waren zu zwei Dritteln dann aber eine Überraschung. „Das alles wär nicht passiert…ohne Prosecco“ war ja Muss. Aber dann keine neuen Songs aus ihrem neuen Album “teilzeithippie” sonders original dass was stilistisch mit diesem Album angekündigt wurde: die Sixties! „Sie liebt dich“ das in feinster Beatles-Manier zu „sie liebt dick“ wurde und „Locomation“ von Little Eva. Dazu gab noch die interessante Geschichte, dass die Sängerin Little Eva (eigentlich Eva Narcissus Boyd) dadurch zu diesem Song gekommen war, da sie Babysitter für Louise Goffin die Tochter des Songschreiberpaares Gerry Goffin und Carol King war. „Locomotion“ war in den 60ern kurz mal ein lustiger Tanzstil. 1987 hatte eine weitere große kleine Frau einen Hit damit: Kylie Minogue. Gesanglich für Annett mit hohem Spaßfaktor.

Ruben Cossani ließen dann gleich noch „Twist and Shout“, das die Beatles ja auch erfolgreich gecovert haben. Der Sprung in die Sechziger gehörte sicher zum Konzept, denn mit diesen Konzerten im Atlantic sollte die Hamburger Tradition etwas wiederbelebt werden, dass man jungen Band die Chance in einem Club gibt. Und wenn man sich die alten Beatles Aufnahmen ansieht, gibts doch wenigstens bei der Location Ähnlichkeiten.

Es folgten und noch einige andere eigene Songs wie Michel van Dyke einzigen Hit, den er mal für „Echt“ geschrieben hatte. Den Jungs von Ruben Cossani gönnt man solchen Erfolg jedenfalls auch. Die aktuelle CD “Tägliche Landschaft” wird darum gleich bestellt.

Nach ein paar Zugaben haben die sympathischen Musiker dann noch zur Party eingeladen, dessen Ausgang ich dann nicht mehr mitbekommen habe …denn heute geht’s schon wieder nach Hamburg: Zu Coldplay.

(Bei Klick auf die Bilder gibt es mehr!)

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