Kari Bremnes
Gestern Abend bin mal schnell nach Hamburg. Dort spielte in der Fabrik die norwegische Sängerin Kari Bremnes und Band. Der Weg hat sich gelohnt! Es war ein phantastisches Konzert.
Ich habe die Musik erst kürzlich entdeckt, da das neues (Live) Album “Reise” auf Vinyl erschienen ist (wie auch schon die Alben davor). Bei einigen Vinylversendern war dieses Album gerade auf Platz 1 mit tollen Referenzen. Als ich die Platte dann mal hier vor Ort im Laden sah, hab ich dann auch zugeschlagen (ach war der gleiche Tag wie unten die “Jazzistanders”). Wie gesagt ein Livealbum, das hört man faßt nur in den Pausen wegen der begeisterten Zuschauer. Sonst eine glasklare Aufnahme und dann noch für den Plattenteller super gepresst auf ein Doppelalbum.

Das Live-Programm gestern bestand zum großen Teil aus dem Inhalt der Platte. Was aber nicht störte, im Gegenteil. Die Platte war sicher ein guter Einstieg. Am Mechandising-Stand gab es noch mehr Vinylausgaben, naja eine mußte noch mit nach Hause.
Die Musik ist schwer zu beschreiben. Über große Teile relativ schwermütig und dunkel (eben Norwegen
) es gibt aber auch beschwingte Phasen, das ganze etwas bis sehr getragen. Ein ganz wenig zwischen Jazz und Enya. (Vergleiche hinken!)Dazu die phantastische Stimme von Kari Bremnes, die charmant und sympatisch auf der Bühne schwebt und die Musik mit sparsamen aber wirkungsvollen Bewegungen untermalt. Live kommt alles noch dynamischer und teilweise schön (im besten Sinne) laut rüber. Wofür hauptsächlich die beiden Gitarristen zuständig sind. Der Keyborder singt dann manchmal auch noch in Stil von Oliver Shanti oder so. Sehr schön. Mein absolutes Lieblingsstück ist “Sangen Om Fyret Ved Tornehamn”. Auf der Homepage von Kari findet man einige Beipiele und auch Übersetzungen ins Deutsche. Kari moderierte ihre Lieder übrigens in Englisch mit deutschen Brocken sehr witzig an. Die “Fabrik” war sehr gut gefüllt, es ist ja ein sehr rustikaler kleinerer Club (ca. 1000 Leute) und die Leute schwer begeistert. Es gab einige Zugaben und als Überraschung “Seemann lass das Träumen” in Deutsch und in Hamburg.

Ein paar Konzerte gibt es noch. Unbedingt hingehen!