Annett Louisan in Flensburg

Mein letzter Konzertbesuch ins Flensburg liegt ein knappes Jahr zurück. Das war bei Herbert Grönemeyer auf der Exe. Spätestens da wußte ich, dass das Flensburger Publikum ein besonderes ist und das weiß wie man feiert. Annetts letztes Konzert in Flensburg liegt nun 4 Jahre zurück und es wurde schnell klar: Auf Dich haben wir gewartet


Den Auftakt bildete wie gewohnt Martin Gallop der warm empfangen wurde. Diesmal erhielt er für “Mannequin” Unterstützung von Nina aus Dänemark. Beide wurden schon euphorisch gefeiert. Ein schönes WarmUp für die frau des Abends, die anschließend die Bühne betrat.

Da gab es im ersten Moment wieder diesen Wow-Effekt. Eine Person die einfach fesselt und die Blicke auf sich zieht. Und die mit ihrem eigenem Charme auch das Flensburger Publikum um den Finger wickelte. Annett sichtlich gut gelaunt, nach 6 Wochen Tour-Pause auch gut erholt und braun gebrannt hatte ihren Spaß.


Das Publikum hatte seinen und war auch merklich beeindruckt von der Wandlungsfähigkeit und jetzt deutlicheren Stimmgewaltigkeit. Die fantastische Band spielt auch in Hochform und man konnte gut die “Emotionsspirale” beobachten:
-> Annett und Band in Hochform -> Publikum begeistert, singt und macht mit -> Annett und Band legt noch einen drauf. Hier wurde noch richtig mitgesungen, mitgatanzt, nach den Standing Ovations nicht gleich wieder auf die Stühle gefallen.

Bei Hardy, Christoph, Jürgen, Olaf und vor allem Friedrich mußte man Angst um die Instrumente haben, was Annett auch nach dem Solo am Wurlitzer zu dem Spruch veranlasste: “Und die Orgel machte kaputt: Friedrich Paravicini!”
Die vor einiger Zeit noch sehr zaghaften Tanzbewegungen Annetts sind inzwischen ein echter Hingucker und kommen nicht zuletzt durch ihre Traumfigur zu Geltung. Welch eine Entwicklung. Einziger Kritikpunkt
Schade nur dass schon so früh Schluss war. Das Publikum war auch nach 3 Zugaben kaum aus dem Saal zu kriegen….