Es ist nun schon ein Weilchen her. In der Zwischenzeit hatte ich keine Zeit, Gelegenheit oder Lust zum Bloggen.
Am 17.7. war Annett Louisan in Warnemünde im Kurhausgarten. Ganz klar, dass ich mir ein Gastspiel in dieser Location, die ja praktisch Teil meiner Jugend ist, nicht entgehen ließ.
“Ich will doch nur spielen”
Das war nicht nur das letzte Lied des Warnemünder Konzertes, sondern auf ganz offensichtlich das Motto des Abends für Band und Annett.
Beim Wetter war es bis Konzertbeginn eher die Abwandlung dieser Liedzeile mit einem “ü” für ein “ie”, denn es schüttete bis kurz vor Konzertbeginn wie aus Eimern.

Plötzlich ging einfach die Sonne auf. Erst im übertragenden Sinne als Annett auf der Bühne erschien, später dann wirklich.

In der Zwischenzeit passierte aber enorm viel. Emotionale Achterbahnfahrten bei denen man aber nie das Gefühl hatte aus der Bahn geworfen zu werden, sondern angenehm aufgefangen oder wie in einem Bad mit erheblich höherer Temperatur als die knapp 100m entfernte Ostsee.
Der Abend war geprägt von einer Band mit einer Spielfreude wie zwar schon oft erlebt, die aber diesmal wieder besonders deutlich wurde. Diese übertrug sich irgendwie auf alle Anwesenden. Annett selber war sicher eines der Auslöser für dieses Gute Laune Gefühl. Sie sah nicht nur einfach toll aus in ihrem Sommer-Wohlfühl-Kleid, nein es wahr einfach mitreißend und es war sehr schwer, nicht hingerissen zu sein von dieser Frau.

Überstrahlt wurde Annett höchstens noch von Martin Gallop in seiner neuen Rolle als Rhythmus-Gitarrist. Er musste kurzfristig einspringen.

Diese Rolle hat sonst ja Jürgen Kumlehn, der diesmal als Lead Gitarrist Hardy Kayser ersetzte . Ich konnte ihn ja schon mal in Berlin beim Konzert zur Popcomm so erleben. Das er ein fantastischer Gitarrist ist steht ja außer Frage. Übrigens Autor von ca. 20 Gitarren-Büchern. Und wenn man ihn mal lässt
ist er auch an der Stromgitarre nicht mehr zu halten 

Nicht dass die anderen nun denken E-Gitarre hat mehr Sexappeal als andere Instrumente 
Bei Olaf war auch schon so etwas in die Richtung zu beobachten:

Und Friedrich foltert seine “Orgel” ja schon länger 

Super tolles Konzert, mit Annett und BAnd in Bestform und auch das Publikum war ganz großartig.
Die Location fand ich übrigens toll. Der Zuschauerrang war komplett überdacht und jede Reihe nach hinten wie im Hörsaal jeweils um eine Stufe nach oben versetzt. Dadurch gab es gar keine schlechten Plätze. Die fehlenden 4m Überdachung bis zur Kurhausgartenkuppelbühne fand ich aber etwas eigenartig. Regen hätte die Bühne bzw. einen Teil davon ungehindert geflutet.
Noch mehr Bilder vom Konzert gibt es hier.