Endlich hat es mal wieder geklappt. Nach einigen Terminüberschneidungen in den letzten Jahren war Kari Bremnes in der Nähe und ich konnte hin. Das letzte Mal ist nun schon über zwei Jahre her, aber die Künstlerin, ihre Band und die Musik haben nichts an ihrer Faszination verloren.
Das Konzert fand im Kieler Schloss statt. Die Karten wurden relativ kurzfristig nur lokal verkauft, so dass der Saal nur zu einem Drittel gefüllt. Schade, aber der guten Stimmung und der allgemeinen Begeisterung tat das keinen Abbruch. Ich hatte eine super Platz in Reihe 1 mit den Füßen auf der flachen Bühne sozusagen und ca. 2,5m vom Drumset entfernt. Und das ist ja wirklich sehens- und hörenswert. Es sieht für eine professionelle Band etwas ungewöhnlich aus, da es aus Autofelgen, Djembes und selbstgebauten Percussion-Elementen mit Schlüsselringen besteht. Was der Drummer Helge Norbakken daraus zaubert ist wirklich mitreißend. Die ganze Bandbreite von äußerst filigranen Andeutungen bis zu tranceartigen Bass Explosionen – alles dabei. Aber auch die anderen Musiker steuern ihren ganz persönlichen Teil bei. Alle dürfen z.B. auch mal singen. Einen Gänsehauteffekt gibt es für mich immer bei den Stücken bei denen auch der Keyboarder Bengt Hanssen mitsingt. Eigentlich ja ein Dauerzustand bei einem Kari Bremnes Konzert, denn diese Frau hat eine ganz besondere Stimme und Ausstrahlung.
Das ganze Konzert wurde mit einem exzellenten Sound dargeboten. Nicht umsonst steht auch der Mann vom Mischpult mit auf dem Tourplakat. Das sieht man auch nicht oft, ist aber verdient.
Auch das Live Album von 2007 hat ja einen perfekten Klang, ist mehr als nur ein Erinnerungsstück an einen Liveauftritt. Für mich war es wie hier schon erwähnt die “Einstiegsdroge”. Super auch, dass es alle Alben alle Alben auf Vinyl
gibt.
Fotos gibt es keine von mir, ich habe einfach mal die Musik genossen.